
2022 lädt die Geneva International String Academy den legendären Pianisten Alfred Brendel zu Meisterkursen und einem Vortrag ein.
An 2 Tagen, am 7. und 8. Juli, nimmt uns Alfred Brendel mit auf eine musikalische Reise hinter die Noten, um das Kammermusikrepertoire von F. Schubert und L. van Beethoven zu erkunden.
Mit Alfred Brendel verwirklicht die Akademie so eines ihrer wichtigsten Ziele: die Weitergabe.
Alfred Brendel studierte Klavier und Komposition in Zagreb und Graz und vollendete sein Klavierstudium bei Edwin Fischer, Paul Baumgartner und Eduard Steuermann. Während 60 Jahren verfolgte er eine herausragende internationale Karriere mit Schwerpunkt auf den Werken mitteleuropäischer Komponisten von Bach bis Schönberg sowie zahlreichen Werken von Liszt. Er war der erste Pianist, der Beethovens gesamtes Klavierwerk aufnahm, und trug massgeblich dazu bei, dass Schuberts Klaviersonaten und Schönbergs Klavierkonzert als feste Bestandteile des Klavierrepertoires anerkannt wurden. Er trat regelmässig in den Musikzentren und an den Festivals der Welt sowie mit den führenden Orchestern und Dirigenten auf, und seine umfangreiche Diskografie hat dazu beigetragen, ihn zu einem der angesehensten Künstler unserer Zeit zu machen. Sein letzter Konzertauftritt fand am 18. Dezember 2008 mit den Wiener Philharmonikern statt. Er erschien zusammen mit seinem letzten Soloabend bei Decca auf CD.
Er erhielt Ehrendoktorate zahlreicher Universitäten, darunter Oxford, Cambridge, Yale und McGill, und wurde 1989 zum Ehren-KBE ernannt. 1992 erhielt er die Hans-von-Bülow-Medaille der Berliner Philharmoniker und im Dezember 1998 die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Philharmoniker. 2001 wurde er mit den «Lifetime Achievement»-Preisen der MIDEM Cannes Classical Awards, des Deutschen Schallplattenpreises und der Edison Awards in Holland sowie mit dem «Beethoven-Ring» der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ausgezeichnet. Er erhielt den Léonie-Sonning-Preis, den Robert-Schumann-Preis, den South Bank Show Classical Music Award 2002, den Ernst von Siemens Musikpreis 2004, den Rubinstein-Preis «Ein Leben für die Musik» in Venedig 2007, den Karajan-Preis 2008, das Praemium Imperiale 2009 in Tokio und den «Lifetime Achievement»-Award von Gramophone 2010.
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Fotos: Vojtěch Havlík


