Donnerstag, 8. Juli 2021 | 20h00
Société de Lecture
SOMMERSAISON 2021
Schostakowitsch · Brahms
Donnerstag, 8. Juli 2021 · 20.00 Uhr
Société de Lecture
Grand-Rue 11, 1204 Genève

PROGRAMMKÜNSTLER UND BIOGRAFIEN
PROGRAMM
Dmitri Schostakowitsch (1906 - 1975)
Klavierquintett op. 57
Sander Sittig · KlavierSergey Ostrovsky · Violine 1Sophia Fournier · Violine 2Mila Gafner · ViolaCosima Federle · Violoncello
Johannes Brahms (1833 - 1897)
Streichquintett op. 111
Feliks Harutyunyan · Violine 1Sophia Fournier · Violine 2Noémie Bialobroda · Viola 1Jaume Angeles Fité · Viola 2Konstanze Pietschmann · Violoncello
DIE KÜNSTLER
PROFESSOREN, EHRENGAST UND BEGLEITPIANISTEN
Sergey OstrovskyVioline · Mitbegründer und künstlerischer Leiter der GISABiografie lesen ›
Sergey Ostrovsky ist Sologeiger, Dirigent, Gründer und während 27 Spielzeiten Primarius des Aviv String Quartet, Gründer und künstlerischer Leiter des «Ensemble Symphonique de Genève» und unterrichtet seit 2009 Violine an der Haute Ecole de Musique de Genève und Neuchâtel. Von 2007 bis 2012 war er erster Konzertmeister des «Orchestre de la Suisse Romande» und von 2012 bis 2015 erster Konzertmeister der «Orquesta de la Communidad Valenciana».
Sergey Ostrovsky gewann den Grossen Preis des 3. Internationalen Kammermusikwettbewerbs in Melbourne. Er ist Preisträger des Internationalen Streichquartettwettbewerbs von Bordeaux, Träger des 2. Preises beim Internationalen Wettbewerb «Schubert und die Moderne» in Graz (Schubert-Preis) sowie Preisträger des Internationalen Wettbewerbs «Prager Frühling» und des Rodolfo-Lipizer-Preises.
Als Solist spielt Sergey Ostrovsky mit renommierten Orchestern wie dem «Orchestre de la Suisse Romande», dem Israel Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Chambre de Genève, dem Cape Town Philharmonic Orchestra, dem Amadeus Chamber Orchestra (Polen), dem Bournemouth Symphony Orchestra, der «Orquesta de la Communidad Valenciana», dem Jerusalem Symphony Orchestra, dem «Luzerner Sinfonieorchester» und dem Israel Chamber Orchestra.
Als leidenschaftlicher Dirigent wird Sergey Ostrovsky regelmässig eingeladen, in der Schweiz, in Spanien, Russland, Estland, der Ukraine, Armenien, Georgien, Lettland und Israel zu dirigieren.
2015 gründete Sergey Ostrovsky ein Streicherensemble, die «Solistes de Neuchâtel», und 2023 das «Ensemble Symphonique de Genève». Seine Rolle als künstlerischer Leiter des «Ensemble Symphonique de Genève» ist vielseitig: als «künstlerischer Manager» und als Musiker, der selbst an den Aufführungen «beteiligt» ist. In dieser zweiten Rolle kann er das Orchester vom Pult aus dirigieren, es aber auch als Solist von der Violine aus leiten.
Als Kammermusiker spielte Sergey Ostrovsky an den renommiertesten Orten der Welt, darunter die Carnegie Hall, die Alice Tully Hall, das Auditorium du Louvre, das «Théâtre du Châtelet», die Wigmore Hall in London und das Sydney Opera House. Sein «Aviv String Quartet» hat zudem zahlreiche Aufnahmen gemacht (Hoffmeister, Dohnányi, Schostakowitsch, Schubert, Schulhoff usw.), von denen einige von der Kritik gefeiert wurden.
Noémie BialobrodaViola · Mitbegründerin und künstlerische Leiterin der GISABiografie lesen ›
Noémie Bialobroda ist seit 2014 Bratschistin des Quatuor Aviv, mit dem sie eine intensive internationale Karriere verfolgt. Ihre Gesamtaufführung der Beethoven-Quartette im Studio Ansermet in Genf 2018-2019 fand beim Genfer Publikum grossen Anklang und festigte ihre Verankerung in der Westschweiz.
Mit Leidenschaft für das Unterrichten ist Noémie Bialobroda Professorin für Kammermusik an der Haute École de Musique de Genève und Koordinatorin für Kammermusik an der Haute École de Musique de Genève. 2024 wurde sie zur Professorin für Viola am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Lyon ernannt. Im Sommer unterrichtet sie an der Académie Internationale de Musique de Solsona in Spanien und ist Professorin für Kammermusik an der Académie Internationale de Musique de Flaine. Ihre Schülerinnen und Schüler sind Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe.
Noémie Bialobroda erhielt 2024 ein Kulturstipendium der Fondation Leenaards.
Als Konzertmusikerin ist sie Gast renommierter Konzertreihen und Festivals wie der Wigmore Hall (London), des Festival Manifeste des IRCAM und der Cité de la Musique (Paris), um nur einige zu nennen. Sie arbeitet mit Künstlern wie Abdel Rahman El Bacha, Yovan Markovitch, Luis Claret, Boris Garlitsky, François Guye, Philippe Müller, Tedi Papavrami, Jean Sulem, Jean-Pierre Wallez und dem Quatuor Rosamonde für Konzerte in ganz Europa, in Israel und in den USA zusammen.
Sie engagiert sich für die Interpretation zeitgenössischer Musik und ist Widmungsträgerin zweier am IRCAM uraufgeführter Werke für Viola solo: des Caprice für Viola solo und Elektronik des japanischen Komponisten Keita Matsumiya (2012) und von Drifting von Pierre Stordeur (Uraufführung April 2013). Sie wird regelmässig eingeladen, mit dem Ensemble Modern in Frankfurt und dem Ensemble Contrechamps in Genf zu spielen.
Noémie Bialobroda studierte bei Nobuko Imai und Miguel Da Silva an der Haute école de Musique de Genève und danach am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris im Diplôme d'Artiste Interprète (3. Zyklus), wo sie sich bei Jean Sulem vervollkommnete.
Sie ist Gründerin und künstlerische Leiterin der Geneva International String Academy.
Sander SittigBiografie lesen ›
Klavier - Begleitpianist (Ausgabe 2021)
Sander Sittig tritt regelmässig mit grossen Geigern wie Shlomo Mintz, Pavel Berman und Liza Ferschtman auf. Diese Konzerte führten ihn in bedeutende Konzertsäle in fast allen Ländern Europas sowie nach Japan, China, Israel und Nord- und Südamerika. Auch als Solist erhält er sehr positive Kritiken, etwa für seine CD mit Werken von Mozart, seine Auftritte mit Orchestern in den Niederlanden, Spanien und der Tschechischen Republik und seine Rezitals, oft mit gesprochenen Einführungen und audiovisueller Unterstützung.
Sander Sittig studierte beim grossen Pädagogen Jan Wijn am Amsterdamer Konservatorium. Während dieses Studiums debütierte er in den wichtigsten Konzertsälen der Niederlande, dem Concertgebouw Amsterdam und De Doelen in Rotterdam. Er war Preisträger internationaler Klavierwettbewerbe in den USA, in Italien, Frankreich und den Niederlanden.
Sander Sittig ist regelmässiger Gast an Festivals in Italien, Israel, Österreich und den Niederlanden. Er tritt häufig in Radio und Fernsehen auf. Als Pädagoge wirkt er am Codarts Conservatory of music in seiner Heimatstadt Rotterdam und in den Online-Kursen der iClassical Academy mit.
In der Saison 2021-22 sind Rezitals mit Shlomo Mintz in Italien und Argentinien geplant. Sander Sittig wird zudem mit der preisgekrönten Geigerin Hawijch Elders ausgedehnt durch die Niederlande und andere europäische Länder touren und mit den Geigern Miguel Simoes und Benjamin Scherer Quesada Rezitals in Frankreich, Spanien und Portugal geben. Als Solist wird er sein audiovisuelles Rezital rund um Mussorgskys «Bilder einer Ausstellung» an vielen Orten in den Niederlanden präsentieren.
DIE JUNGEN KÜNSTLER 2021
Sophia FournierViolineBiografie lesen ›
Sophia Fournier studierte Violine am Conservatoire à rayonnement régional in Nizza und anschliessend an der Académie Rainier III in Monaco, wo sie die Abschlussdiplome in Violine und in Kammermusik jeweils einstimmig und mit Glückwünschen der Jury erhielt. Ihre Ausbildung setzte sie am Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Lyon in der Klasse von Marc Danel fort.
2017 erhielt sie den Interpretationspreis der Palmes académiques in Monaco und den Preis des Fürsten Rainier III., 2019 den dritten Preis beim Internationalen Wettbewerb Marie Cantagrill; zudem wurde sie von Soroptimist und vom Rotary Club Monaco mit Stipendien gefördert.
Mit zehn Jahren trat sie als Solistin beim Festival Musique cordiale in Fayence auf, mit fünfzehn mit Les Solistes de Monte-Carlo; 2019 spielte sie das Violinkonzert von Tschaikowski mit der Chambre symphonique de Lyon. Als leidenschaftliche Kammermusikerin pflegt sie ein Repertoire von Händel bis Ligeti, mit besonderer Vorliebe für russische Musik.
Feliks HarutyunyanViolineBiografie lesen ›
Feliks Harutyunyan, 1996 in Eriwan in eine Musikerfamilie geboren, begann mit fünf Jahren Violine zu spielen. Seit 2022 ist er festes Mitglied der ersten Violinen im Orchester der Volksoper Wien.
Nach der Tschaikowski-Musikschule und dem Staatlichen Komitas-Konservatorium in Eriwan, wo er bei Alexander Kosemyan studierte, wechselte er in die Klasse von Dominika Falger an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz; dort schloss er 2019 den Bachelor und 2021 den Master ab, beide mit Auszeichnung, und setzte sein Studium bei ihr an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien fort.
Als Solist trat er mit dem Armenischen Nationalen Philharmonischen Orchester, dem Armenischen Nationalen Kammerorchester – mit dem er 2018 in Mozarts A-Dur-Konzert debütierte – und dem Sinfonieorchester der Kunstuniversität Graz auf, mit dem er 2021 das Zweite Violinkonzert von Bartók spielte. Er ist Gastkonzertmeister des Armenischen Nationalen Kammerorchesters und spielt auch bei den Wiener Symphonikern und im Tonkünstler-Orchester.
Er gewann unter anderem erste Preise beim Internationalen Violinwettbewerb Váša Příhoda und bei der Malta International Music Competition 2018, war 2019 Finalist der Wettbewerbe Ysaÿe und Grażyna Bacewicz und 2020 Preisträger des Chatschaturjan-Wettbewerbs; zudem gründete er das Streicherensemble Grazer Solisten. Als Stipendiat der Académie musicale de Villecroze und der Geneva International String Academy arbeitete er mit Renaud Capuçon, Tedi Papavrami, Sergey Ostrovsky und Mihaela Martin.
Mila GAFNERViolaBiografie lesen ›
Mila Gafner, geboren 2004, beginnt mit 6 Jahren am Conservatoire de Lausanne Bratsche zu spielen. Ab 2018 besucht sie den Pre-College-Lehrgang (Pré-HEM) bei Noémie Bialobroda.
Mila ist dreifache Preisträgerin des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs für Viola solo sowie dreifache Preisträgerin in Kammermusik. Im April 2020 ist sie Finalistin des Internationalen Anton-Rubinstein-Wettbewerbs in Berlin und erhält dort den Förderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks.
Mila besucht Meisterkurse beim Bratschisten und Komponisten Garth Knox, beim Geiger Gilles Apap, beim Quatuor Sine Nomine und beim Bratschisten Matthias Buchholz. In den Sommern 2018 und 2019 nimmt sie an der AIMS International String Academy in Solsona (Spanien) teil und erhält im Dezember 2019 Unterricht vom auf zeitgenössische Musik spezialisierten Ensemble Modern in Frankfurt, mit dem sie anschliessend auf Tournee nach Deutschland, Amsterdam und Antwerpen geht.
2023 nimmt sie mit ihrem Trio das Intermezzo für Streichtrio von Kodály für das Album des Festivals 4 saisons auf.
Seit 2022 studiert Mila am CNSMDP in Paris bei Jean Sulem.
Jaume Angelès FitéViolaBiografie lesen ›
Cosima FederleVioloncelloBiografie lesen ›
Cosima Federle wurde 2002 in Regensburg geboren und begann mit vier Jahren Violoncello zu spielen.
2010 wurde sie in die «Bayerische Frühförderklasse» in Regensburg bei Wolfgang Nüsslein aufgenommen, und von 2015 bis 2019 erhielt sie Unterricht bei Hanno Simons in München. 2019 wurde Cosima Jungstudentin bei Peter Bruns an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und setzte ihr Studium dort seit 2020 als Vollstudentin fort.
Ihr Spiel wurde durch Meisterkurse bei Wolfgang Boettcher, Wen-Sinn Yang, László Fenyő, Jan Vogler, Natalia Gutman, Boris Kusnezow, Kian Soltani, Jens Peter Maintz, Mischa Maisky und Alfred Brendel bereichert. Cosima gewann verschiedene nationale und internationale Wettbewerbe, darunter erste Preise beim Internationalen Dotzauer-Wettbewerb in Dresden, beim Internationalen Musikwettbewerb László Spezzaferri in Verona und bei «Jugend musiziert» sowie zweite Preise beim Internationalen David-Popper-Wettbewerb in Ungarn und beim Concours International Tremplin in Paris, ausserdem den Musikpreis der Stadt Regensburg, einen Sonderpreis der Harald-Genzmer-Stiftung und einen Sonderpreis der Bundesapothekerkammer.
2013 waren Cosima und ihr Bruder zwei der Hauptprotagonisten des Films «Jugend musiziert – der Film», der von verschiedenen deutschen Fernsehsendern ausgestrahlt wurde. Sie ist Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben und der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und erhielt weitere Stipendien der «Geneva International String Academy», Schweiz, von «Musique à Flaine», Frankreich, der Hildegard-Schmalzl-Stiftung und der Dresdner Musikfestspiele.
Seit 2017 war sie jährlich Stipendiatin des Projekts «Meisterschüler – Meister» auf Schloss Neuhardenberg (Berlin) mit Jan Vogler.
Cosima spielte an mehreren Festivals, darunter «Musiques en Été» in Genf, die Dresdner Musikfestspiele und das «Festival Momentum» in Stolberg, und trat in der Elbphilharmonie Hamburg, im Stadtcasino Basel und im Gewandhaus Leipzig auf.
Sie produzierte mehrere Aufnahmen mit dem Bayerischen Rundfunk, dem Deutschlandfunk, dem Norddeutschen Rundfunk und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg.
Cosima spielt ein Violoncello von Nicolas Lupot, Paris 1821, eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben.
Konstanze PIETSCHMANNVioloncelloBiografie lesen ›
https://konstanze-pietschmann.com
Konstanze Pietschmann ist eine Cellistin aus Leipzig. Nach ihrem Studium in der Nachwuchsförderklasse von Anna Niebuhr an der Hochschule für Musik und Theater «Felix Mendelssohn Bartholdy» in Leipzig begann sie 2018 ihr Musikstudium in der Klasse von Prof. Peter Bruns an derselben Hochschule. Nach zahlreichen ersten Bundespreisen bei «Jugend musiziert» folgte die Teilnahme an bedeutenden internationalen Wettbewerben, darunter der Concours Reine Elisabeth in Brüssel. Unter anderem erhielt sie den 3. Preis beim Internationalen Dotzauer-Wettbewerb, den 1. Preis beim Internationalen Cellowettbewerb «Anna Kull» in Graz, den «International Suggia Award» in Porto und zuletzt den 1. Preis beim Hochschulwettbewerb Felix Mendelssohn Bartholdy in Berlin.
2019 debütierte sie als Solistin im Gewandhaus Leipzig mit dem Cellokonzert von Robert Schumann. Es folgten Konzerte mit den Grazer Philharmonikern, dem Konzerthausorchester Berlin, der Orquestra Sinfónica do Porto, dem preisgekrönten Ensemble LGT Young Soloists und anderen. Mehrere Kammermusikkonzerte führten Konstanze bereits in die Konzertsäle Portugals, Italiens, Äthiopiens, Ungarns, Griechenlands, Israels, der USA und vieler anderer Länder. 2021 gründete sie das Kammerorchester «Camerata Espansiva!», um jungen Solisten eine Bühne zu bieten.
Sie nimmt regelmässig an Meisterkursen und Festivals teil. An der Geneva String Academy, bei Musique à Flaine und beim Festival «Con Spirito» stand sie mit Musikern wie Sergey Ostrovsky, Noémie Bialobroda, Tobias Feldmann, Pauline Sachse, Andrej Bielow und Christophe Poiget auf der Bühne. Neben Meisterkursen bei Peter Bruns, Alfred Brendel, Marc Coppey, Wolfgang Boettcher, Norman Fischer, Valentin Erben (Alban Berg Quartett) und Mitgliedern des Quatuor Ysaÿe erhielt Konstanze wichtige Impulse von Wen-Sinn Yang und Anne Gastinel.
Seit 2019 ist Konstanze Pietschmann Stipendiatin des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now Leipzig e.V. Zudem erhielt sie Stipendien der Jütting-Stiftung, der Harald-Genzmer-Stiftung und von Musique à Flaine. Konstanze spielt ein Violoncello von Charles Gaillard (Paris, 1867) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben.
DIE KONZERTE
DONNERSTAG, 8. JULI
Société de Lecture
Schostakowitsch · Brahms
Dieses Konzert

